Lesen lernen mit Spaß

Ablauf einer LRS-Unterstützung

Jede LRS Therapie im Lern-Ort beginnt mit einer individuellen Diagnose. Zuerst gibt es immer ein Informationsgespräch für die Eltern. Danach folgen Tests und Übungen mit den betroffenen Kindern. Im Anschluss kann ich die Schwierigkeiten Ihres Kindes genau einschätzen. Daraus erstelle ich einen individuellen Lernplan für Ihr Kind, den ich Ihnen in einem weiteren Gespräch detailliert erkläre. Wir legen dann die Ziele fest, die es zu erreichen gilt.  Erst dann beginnt die eigentliche Arbeit. Die Fortschritte werden regelmäßig durch Tests überprüft und mit Ihnen besprochen.

Wenn Ihr Kind das angestrebte Ziel erreicht hat und die Förderung zu Ende geht, unterstützen wir Sie weiterhin um das Erreichte zu erhalten.

Bausteine einer LRS-Unterstützung

Jedes Kind braucht individuelle Hilfe zum Überwinden seiner Probleme beim Lesen und Schreiben. Daher haben wir viele verschiedene Lernbausteine. Dazu gehören unter anderem die unterschiedlichen Stufen des Schriftspracherwerbs. Wir bieten jedoch auch unterschiedliche Lernmodule an.

  • wöchentliches Training
  • vierzehntägiges Training
  • Übungsmaterial für ein Training zu Hause
  • Elterntraining

Welches Modell für Sie und Ihr Kind passt, wählen wir gemeinsam aus. Erfahrungsgemäß wirkt ein Training am Besten, wenn es sich in den Alltag gut einpassen lässt.

Informationen zur Lese-/Rechtschreibschwäche

Kinder, die trotz ausreichender Beschulung und normaler Intelligenz, erhebliche Schwierigkeiten haben Lesen und Schreiben zu lernen, kämpfen höchstwahrscheinlich mit den Auswirkungen einer LRS. Sie werden in der Literatur sowohl die Bezeichnung LRS, Legasthenie, Lese-/Rechtschreibschwäche und auch Lese-/Rechtschreibstörung finden. Die Unterschiede sind jedoch eher akademischer Natur und haben keine Auswirkungen auf die Art der Unterstützung, die ein Kind braucht. Daher finden Sie in meinen Texten ausschließlich den Begriff LRS.

Wie äußert sich eine LRS?

Kennen Sie das? Sie üben mit Ihrem Kind für das nächste Diktat und die Lernwörter werden jedes Mal anders verschriftet? Oder aber am Tag vor dem Diktat waren alle Lernwörter richtig, aber im Diktat dann leider nicht mehr? Auch die Variante, die Lernwörter sind richtig, aber andere einfache Wörter, die sonst richtig waren sind nun falsch? Manchmal möchte man da schon aus der Haut fahren. Und es ist nur natürlich, wenn man gelegentlich Dinge äußert, die vielleicht nicht gerade hilfreich sind, aber Sie wissen auch nicht mehr weiter? Dann kann der Verdacht auf LRS bestehen. Wieso LRS Kinder immer anders schreiben können Sie  hier nachlesen.

Ab wann muss man sich Sorgen machen?

Welche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben lernen sind noch normal? Ab wann sollte man vom Fachmann abklären lassen, ob ein Kind unter einer sogenannten Teilleistungsstörung im Lesen und Schreiben leidet? Welche Hilfen gibt es?

Jedes Kind hat beim Lernen sein eigenes Tempo. Und nicht alle Kinder, die sich zu Beginn der Grundschulzeit schwer tun, werden dauerhaft Probleme behalten. Daher sollte man das erste Schulhalbjahr ruhig abwarten.  Wenn ein Kind jedoch im zweiten Schulhalbjahr immer noch keine Silben liest, sondern weiterhin buchstabiert und dann erst einzelne Silben erkennt oder so langsam ist, dass es am Ende des Wortes den Anfang wieder vergessen hat, ist das durchaus bedenklich. Sie sollten auch aufmerksam werden, wenn Ihr Kind, das unbedingt lesen und schreiben lernen wollte auf einmal nicht mehr mag. Es vergisst, dass es Hausaufgaben auf hatte, es findet 100 Ausreden, um sich vor dem Lesen und Schreiben zu drücken. Falls Sie regelmäßig lesen und schreiben üben (hier reichen 10 Minuten neben den Hausaufgaben völlig) und aus der Schule die Rückmeldung kommt: “Du musst mehr Üben!” ist das in der Regel ein Warnzeichen.

Wann kann man eine LRS diagnostizieren?

Es gibt standardisierte Rechtschreibtests, die bereits im 2. Halbjahr des ersten Schuljahres greifen. Des Weiteren gibt es gute informelle Screenings, die aussagekräftige Daten über den weiteren Verlauf des Schriftspracherwerbs geben.

Im Bereich der LRS -Forschung ist in den letzten Jahren sehr viel passiert. Nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler in den PISA Tests, wurden viele Forschungsprojekte finanziert. Daher ist es heute nicht mehr so wie noch vor 10 Jahren, als man der Ansicht war, eine LRS könne erst in der 3. Klasse festgestellt werden. Bis dahin ist viel zu viel wertvolle Zeit verloren gegangen. Der Rückstand zu den Klassenkameraden vergrößert sich in der Regel jeden Monat.

Der zweite nicht unerheblich Punkt ist jedoch, dass die meisten Kinder den Spaß am Lernen verlieren. Wenn man bedenkt, dass Lernfreude und Lernmotivation zum großen Teil aus positiven Erlebnissen und schönen Erinnerungen resultieren, ist das kaum verwunderlich.

Oft verbringen Eltern und Kinder auch unglaublich viel Zeit mit den Hausaufgaben und zusätzlichen Übungen ohne Erfolge zu haben. Die Hausaufgabensituation ist angespannt und es gibt häufig Streit.

Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, bei einem Verdacht auf LRS frühzeitig Hilfe zu suchen.

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