Sicher hast Du auch schon mal Zoff mit Deinem Kind gehabt, wenn es bei den Hausaufgaben nicht voran geht. Hausaufgaben machen ist in Familien mit Schulkindern das Thema mit dem höchsten Konfliktpotential. Es gibt verschiedenste Auslöser für den Stress um die Hausaufgaben.

Einige Ideen für Lernen mit Spaß findest Du auch in meinem Artikel Lernen mit Spaß.

Heute möchte ich Dir ein paar Tipps für eine ganz besondere Variante geben. Viele Kinder kommen aus der Schule und lamentierten und stöhnen über die Menge der Hausaufgaben, die den ganzen Tag verschlingen werden.

Kennst Du diese Situation?

Wenn Du Dir den Auslöser für den Unmut anschaust, kannst Du die Beschwerde vielleicht nicht nachvollziehen, aber das Konfliktpotential liegt auf dem Tisch.

Hausaufgaben machen – und wie Du den Supergau im Kinderzimmer vermeidest!

Vier Tipps, die hier Euren Nachmittag retten können.

1. Widersprich nicht!

Du liest richtig! Ich meine Dich, nicht Dein Kind.

Dieser Tipp funktioniert immer, wenn Menschen miteinander arbeiten. Das ist der wichtigste Schritt, um Eure Nachmittage zu entspannen!

Kommt Dein Kind heim und stöhnt über die Menge der Hausaufgaben, dann ist das für Dein Kind so. Es will dann Trost und Verständnis und nicht, dass Du ihm erklärst, dass es im Unrecht ist.

Geht Dir das nicht auch so?

Stell Dir vor, Dein Chef bittet Dich bis Samstag 17:00 Uhr Akten zu überarbeiten. Du hast andere Pläne, kannst aber nicht nein sagen!

Obwohl Du zugesagt hast, bist Du sauer. Und jeder der Dir sagt, das sei doch nicht so viel oder Du hast das doch schnell erledigt, macht sich in diesem Moment unbeliebt. Sollte Dein Partner wohlmöglich sagen, dass Du Dich nicht so anstellen sollst, fliegen wahrscheinlich die Fetzen.

2. Beschwerde-Management!

Hört sich hochtrabend an, trifft aber den Kern der Sache. Deinem Kind sind die Hausaufgaben zu viel. Das ist eine Beschwerde. Die muss gesehen und gewürdigt werden.

Akzeptiere die Aussage!

Du kannst verstehend antworten: “Dir sind die Hausaufgaben zu viel?” oder auch “Du würdest jetzt lieber etwas anderes tun?”

Das signalisiert Deinem Kind: Ich habe Dir zugehört und verstanden, dass du sauer bist. Dann kannst Du abwarten. Einige Kinder lassen jetzt erstmal richtig Dampf ab, andere sind zurückhaltender.

Du weißt ja von Dir selber, erst wenn der Ärger raus ist, kann man nach vorne schauen.

3. Mach bloß keine Vorschläge!

Das ist nicht Dein Job! Glaub mir. Es sind ja nicht Deine Hausaufgaben, sondern die Deines Kindes.

Kennst Du die Situation, Du willst Dich beschweren, aber der kompetente Mitarbeiter oder Dienstleister wechselt entweder in den “Es ist nicht meine Schuld” Modus oder noch schlimmer, er belehrt Dich und erklärt Dir, warum Du Unrecht hast?

Ich weiß, dass das schwer ist. Wir Eltern neigen dazu, uns die Probleme unserer Kinder zu eigen zu machen und dann Lösungen zu suchen, die meistens weder Zuspruch finden noch bei den Kindern willkommen sind.

Hör weiter zu und melde Deinem Kind zurück, dass Du sein Problem ernst nimmst. Nimm seine Aussagen weiterhin nur auf. “Die Frau X ist echt gemein, die gibt immer so viel auf.” Antwort: “Ich höre, Du ärgerst dich über Frau X!”

Dein Kind hat jetzt die Chance runter zu kommen. Sein Ärger wird anerkannt. Er kann gehen und Platz für etwas Neues machen. Das geht am schnellsten, wenn kein neuer Ärger dazu kommt.

Sofern Du es ausgehalten hast und nicht zwischenzeitlich die Fragen “Wie willst Du es jetzt machen?”  oder gar die Killerfrage “Willst Du heute noch fertig werden?” eingeschoben hast, stehen die Chancen gut, dass das Kind jetzt zu arbeiten beginnt.

4. Gelassen bleiben!

Es gilt aber weiterhin weniger ist mehr. Höre also zu, wenn beim Nachwuchs wieder Ärger aufkommt, aber sprich ihm nicht die Kompetenz ab, das Problem bewältigen zu können. Schließlich ist es nicht Deine Hausaufgabe, sondern seine. Und wenn dann wirklich mal eine Aufgabe nicht geschafft wird, ist das auch kein Beinbruch.

Bei uns klappt das alles nicht!

Glaube ich nicht. Wenn es wirklich nicht klappt, dann stell doch das nächste Mal Dein Handy in den Aufnahmemodus. Höre Dir danach mal selber zu.

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