Egal ob zählen, Uhren lesen oder die vier Grundrechenarten beherrschen, Kinder mit Dyskalkulie tun sich schwer. Leider ist das Wissen über die Dyskalkulie wesentlich geringer als das Wissen über Legasthenie. Das müssen die betroffenen Kinder oft ausbaden. “Unbegabt für Mathe” oder “zu wenig geübt” sind nur einige der Kommentare, die Du als Mutter immer wieder hörst.

Fakt ist, die Ausprägungen und Probleme bei einer Dyskalkulie können sehr unterschiedlich sein und auch die Lehrer wissen oft nicht so viel über das Thema.

Einige Kinder können Mengen nicht oder nur schwer erkennen und andere verstehen den Unterschied zwischen plus, minus, mal und geteilt rechnen nicht. Auch die Orientierung im Zahlenraum ist für viele ein Problem. Da die Ursachen so unterschiedlich sind, ist es auch nicht ganz einfach, die richtige Förderung zu finden.

 

Superhelden im Rechnen - trotz Dyskalkulie!

Rechnen soll Spaß machen – trotz Dyskalkulie!

 

Superheld in Mathe werden – trotz Dyskalkulie!

Wie soll das gelingen mit einer Dyskalkulie? Genau hier liegt der Knackpunkt. Dein Kind muss bei aller Förderung und Unterstützung zunächst einmal wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und dazu kann es gut helfen, dass es sich in die Superhelden Rolle versetzt. Also ein bisschen wie Clark Kent, der das Supermannkostüm anzieht und sich verändert. Nimm Deinem Kind die Angst und die Misserfolgserwartung! Du kennst das: Wenn du glaubst Du kannst etwas nicht, dann fällt es Dir besonders schwer.

 

Hilf  Deinem Kind Superkräfte zu entwickeln!

Alle Superhelden haben Superkräfte – und bei einem Kind mit einer Lernstörung gilt es diese herauszufinden. Ist es neugierig oder vielleicht sehr ausdauernd? Kann es gut lesen oder ist es in Kunst besonders gut? Egal was die Superkraft Deines Kindes ist, stärke sie. Lass Dein Kind Erfolge erleben, denn Erfolg hilft Neugierde und Lernbereitschaft zu fördern. Wenn Du die Superkraft gefunden hast, dann überlege im nächsten Schritt, wie Dein Kind diese Superkraft im Rechnen einsetzen kann.

 

Superkräfte einsetzen!

Dein Kind kocht gerne? Prima! Denn mit Rezepten und Küchenutensilien kann man prima rechnen und angewandtes Rechnen verstehen Kinder mit Rechenschwierigkeiten immer besser als abstraktes Rechnen. Dein Kind ist ein begeisterter Fußballer? Auch gut! Die Bundesligatabellen und die Ergebnisse der eigenen Liga sowie der letzten Turniere eignen sich ebenfalls, um sich den Grundrechenarten zu widmen.

Superkräfte beziehen sich auf das Alltagsrechnen. Wir vergessen immer wieder, dass Rechnen nicht abstrakt sein muss. Rechnen passiert jeden Tag immer wieder. Oft merkt Dein Kind nur nicht, wenn es wieder etwas gerechnet hat. Zeig ihm jeden kleinen Erfolg.

Das Buch “Erbsen, Bohnen, Rechenbrett” ist für mich immer wieder eine Inspiration. Ich arbeite mit weißen Bohnen, Büroklammern, Legosteinen oder auch 1 Cent Stücken, um den Hunderterraum zu begreifen. Und gerade das Begreifen ist für unsere kleinen Superhelden ein guter Weg weiter zu kommen.

Weitere Übungen aus dem Alltagsbereich findest Du im Artikel Zehnerübergang!

 

Superhelden stärken!

Erfolge sind das A und O um den Selbstwert Deines Kindern zu stärken. Wenn die Schule keine hergibt, dann verschaff Du sie Deinem Kind. Schaut daher gemeinsam auf das was geht – nicht auf das was nicht geht. Legt eine Schatztruhe an, in der Dein Kind positive Erlebnisse sammelt. Das stärkt bei einem Rückschlag das Selbstbewusstsein. Übt die Grundrechenarten täglich für 5 – 10 Minuten auf einer Ebene, die Deinem Kind leicht fällt. Lass es die Erfahrung machen, dass es Dinge gibt, die funktionieren – auch in Mathe! Nichts unterstützt das Superhelden Feeling so sehr wie Erfolg!

 

 

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